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Hauptversammlung 2015


Die 158. Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wertheim, Abteilung Stadt, fand vergangenen Donnerstag in der Aula der Hochschule f√ľr Polizei auf dem Reinhardshof statt. Nach der Begr√ľ√üung durch Abteilungskommandant Ernst-Josef Zorneth berichtete Thomas M√∂ller √ľber die Einsatz- und √úbungst√§tigkeiten der Abteilung. So waren im Berichtsjahr 127 Eins√§tze zu bew√§ltigen. Diese gliederten sich in 24 Br√§nde, 74 technische Hilfeleistungen, sieben Menschen- oder Tierrettungen sowie 22 sonstige Eins√§tze, wie etwa Fehlalarme und Brandsicherheitswachdienste. Besonders stach dabei der 29. Juli hervor, an dem auf Grund eines Unwetters 28 Eins√§tze anfielen. Auch mussten an 15 Tagen mindestens zwei oder mehr Eins√§tze bew√§ltigt werden.
Da sich das Konzept, Atemschutz- und Gefahrgut√ľbungen in die regul√§ren √úbungen zu integrieren bew√§hrt hat, wird dieses beibehalten werden. Somit ergaben sich zwar f√ľr die Fachausbildungen r√ľckl√§ufige Zahlen, die jedoch in den regul√§ren √úbungen aufgingen.

Anschlie√üend daran berichtete Zorneth √ľber weitere T√§tigkeiten im vergangenen Jahr.¬† So ging er nochmals auf die Hauptversammlung des vorigen Jahres ein, die durch einen Gro√übrand j√§h unterbrochen wurde und das Eingreifen der Abteilung Stadt erforderlich machte. Er dankte seinem Stellvertreter Frank Hofmann f√ľr die souver√§ne √úbernahme der Leitung der Versammlung und betonte, dass dies gezeigt hat, dass die Feuerwehr jederzeit auf unvorhergesehene Situationen reagieren kann. In seinem R√ľckblick erw√§hnte er unter anderem das Partnerschaftstreffen in Aranda de Duero in Spanien sowie den Spatenstich zum Neubau der Feuerwache. Auch wurden Kr√§fte der Feuerwehr Wertheim f√ľr einen Hochwassereinsatz in Serbien vom Regierungspr√§sidium angefordert. So mussten deshalb zur Vorbereitung Ma√ünahmen wie Impfungen, Organisation von Betriebs- und Lebensmitteln sowie eine Einweisung beim Kampfmittelr√§umdienst in Stuttgart getroffen werden. Auch wenn der Einsatz dann kurzfristig abgesagt wurde, hat die Feuerwehr Wertheim¬† bewiesen, dass sie auch auf ungew√∂hnliche Anfragen und Aufgaben schnell und zuverl√§ssig reagieren kann. Des Weitern wurden mehrere Feuerwehrfeste besucht und in der Interimswache fanden ein Maschinisten-, ein Funk- sowie ein Truppmannlehrgang statt. Auch die obligatorische Teilnahme am Messefeuerwerk, dem Volkstrauertag sowie der Katastrophenschutz√ľbung des Landkreises blieb nicht unerw√§hnt. Ebenso fanden eine gro√üe Anzahl von Sitzungen und Besprechungen, den Neubau der Feuerwache betreffend, statt. Ferner wurde die Feuerwache von mehreren Kindergartengruppen und¬† Schulklassen besucht.
Der Personalstand zum Jahresende betrug 60 Mitglieder der Einsatzabteilung, was einen Zugang von drei Aktiven, aber leider auch einen Abgang von neun Mitgliedern bedeutet. Zudem gibt es 21 passive Mitglieder, die die Abteilung unterst√ľtzen.

Da auch die Aus- und Fortbildung einen hohen Stellenwert einnimmt, nahmen Marcel Reu√ü am Lehrgang Truppmann 1 und Sprechfunker teil, an der Administratorenschulung f√ľr den Dekon-LKW P Jochen Kirchner und Rainer Schwenk,¬† an der Anwenderschulung Dekon-LKW P Markus Friedrich und Andreas Lurz. Einen Lehrgang f√ľr Drehleitermaschinisten besuchten Udo Diehm, Max Meischl, Simon R√ľttiger und Markus Friedrich. F√ľr die einfache Rettung aus H√∂hen und Tiefen wurden Markus Friedrich, Thomas Kritzler, Tobias Kuhn, Manuel R√ľttiger und Melanie Zorneth geschult. Thomas M√∂ller besuchte eine Fortbildung zur Medien und Pressearbeit. Marcel Reu√ü, der die Truppmannausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, wurde per Handschlag in den Reihen der Aktiven aufgenommen.

Patrick Thoma berichtete anschlie√üend √ľber die T√§tigkeiten der Jugendfeuerwehr, so wurden neben 48 Stunden feuerwehrtechnischer Ausbildung auch 20 Stunden allgemeiner Jugendarbeit geleistet. Der Mitgliederstand betr√§gt derzeit 19 Jugendliche zwischen neun und 17 Jahren.

F√ľr die Altersmannschaft, die sich aus 20 ehemaligen Aktiven sowie 16 Witwen ehemaliger Feuerwehrangeh√∂riger zusammensetzt, verlas Wilhelm Weber den Jahresbericht. Er dankte dabei auch dem OB und der Stadtverwaltung f√ľr die Unterst√ľtzung, die der der Altersabteilung zugute kam.

Melanie Zorneth legte anschlie√üend Rechenschaft √ľber die Kasse der Einsatzabteilung als auch der Jugendfeuerwehr ab. Da die Kassenpr√ľfer Manfred Schneider und Adolf Holzmann keinerlei Beanstandungen feststellen konnten, wurde ihr von der Versammlung einstimmig Entlastung erteilt. Auch der Feuerwehrf√ľhrung, bestehend aus Abteilungskommandant und Stellvertreter sowie dem Ausschuss wurde die Entlastung ausgesprochen.

In ihren Gru√üworten waren sich Stadtbrandmeister Ludwig Lermann, Oberb√ľrgermeister Mikulicz sowie Kreisbrandmeister Alfred Wirsching einig, dass die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Verwaltung und den Baufirmen den Neubau der Feuerwache betreffend in Wertheim vorbildlich ablaufe. Dies sei in anderen Gemeinden nicht unbedingt der Fall. Ludwig Lermann dankte dem OB f√ľr die M√∂glichkeit der Mitbestimmung bei dieser Bauma√ünahme. Des Weiteren ging Lermann auf den Feuerwehrentwicklungsplan sowie die Nachwuchswerbung ein. OB Mikulicz betonte, dass sowohl er, der Gemeinderat und auch die Verwaltung hinter der Feuerwehr stehen. Auch er sprach die Nachwuchswerbung an, so sei es wichtig, dass bereits die Jugend in der Feuerwehr mitmacht. Auch sprach er an, dass die Feuerwehrt√§tigkeit eigentlich ein zweiter, gef√§hrlicher Beruf sei. Wirsching sprach in seinen Gru√üworten an, welche √ľberregionale Bedeutung die Feuerwehr Wertheim hat. So stellt Wertheim nicht nur den Gefahrgutzug f√ľr den gesamten Landkreis, auch die Atemschutzwerkstatt hat trotz der Interimsl√∂sung ohne Abstriche funktioniert. Und auch die Nachwuchswerbung werde der Kreisfeuerwehrverband unterst√ľtzen.

Anschlie√üend wurden Hauptfeuerwehrmann Konrad Herzig und Hauptfeuerwehrmann Peter Neff f√ľr 40 Jahre aktiven Dienst von Zorneth geehrt. Zorneth selbst wurde anschlie√üend vom Oberb√ľrgermeister Mikulicz ebenfalls f√ľr 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr geehrt. Besonders zu erw√§hnen ist, dass die drei Geehrten seit der Gr√ľndung der Jugendfeuerwehr am 14. April 1975 der Feuerwehr angeh√∂ren.

In der Vorschau auf dieses Jahr steht der Umzug in die neue Feuerwache im Vordergrund, aber auch der Kameradschaftsabend und das Partnerschaftstreffen in Salon-de-Provence sind bereits fest eingeplant.

Mit seinem Dank an die Zug- und Gruppenf√ľhrer sowie die Jugendbetreuer f√ľr ihre Unterst√ľtzung beendete Zorneth die Hauptversammlung.

Das Bild zeigt die Geehrten zusammen mit stellvertretendem Abteilungskommandant Frank Hofmann (links), Oberb√ľrgermeister Mikulicz und Stadtbrandmeister Ludwig Lermann (rechts)

 


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